Radfernfahrt Mendig-Budel 2007

Von Mendig über 230 Kilometer nach Budel

Burgbrohl. - Samstag, 7. Juli 2007 - Nein nicht zur 94. Tour de France waren die ca. 100 holländischen und belgischen Radsportler nach Mendig angereist, ihr Ziel war die Teilnahme an der 11. Radfernfahrt über 230 km von Mendig nach Budel. "Höhepunkt der Saison" war dies auch für die ca. 25 Mitglieder des Mayener Radclubs sowie einige Pedaleure der Radsportfreunde Brohltal, die sich an diesem sonnigen Samstagmorgen auf dem Mendiger Marktplatz eingefunden hatten, der sich zusehends mit Menschen, Rädern und einer Vielzahl von Begleitfahrzeugen füllte. Die meisten Sportler waren bereits am Freitag aus der Region um die mit Mendig freundschaftlich verbundene niederländische Stadt Budel angereist, einige aber auch erst in den frühen Morgenstunden. Nicht ganz leicht war es da die 5 Teilnehmer der Radsportfreunde Brohltal,, Bernd Schürmann, Dieter Ott, Gernot Kuck, Rene Schmitz und Klaus Müller, mit ihren "Oranje-farbenen" Rhodius-Trikots im Heer der Fahrer und Begleitfahrzeuge auszumachen, während sie sich mit einigen Fans auf den Start vorbereiteten. Bis zur ersten Verpflegungskontrolle in Tondorf wurden sie zudem noch von ihrem Vereinsmitglied Jürgen Glees begleitet, der sich den1250 Höhenmetern anspruchvollsten Streckenabschnitt nicht entgehen lassen wollte.

Teilnehmer beim Start in Mendig (Zum Vergrößern Bild anklicken.)Insgesamt stellte die Tour, die vom Mendiger Verkehrsamt zusammen mit dem SWAC (Stichting Wieler Activiteiten Cranendonk), der Touristik-Organisation des Cranendonk, bereits zum elften Mal veranstaltet wurde, mit ihrem Streckenprofil von über 2000 Höhenmeter für alle Teilnehmer eine große Herausforderung dar. Die Gesamtleitung der Tour lag erstmals in den Händen von Ber Timmermans, während sich auf Mendiger Seite RSF-Mitglied Norbert Geilen um die Organisation der Tour und die Betreuung der Gäste kümmerte. "Für alles ist gesorgt. Wir haben ausreichend Begleitfahrzeuge, die sich bei eventuellen Pannen oder Verletzungen um die Sportler kümmern können." versicherte er einem der Pressevertreter in einer kurzen Stellungsnahme. Bei der Tour standen ihm Rolf Schumacher, Ex-Vorsitzender des RSC Mayen, sowie Walter Gerharz, Vorsitzenden der Radsportfreunde Brohltal, zur Seite, die in den Vorjahren ebenfalls schon an dieser Tour teilgenommen hatten.

Pünktlich um 8.00 Uhr gab der Mendiger Stadtbürgermeister Achim Diensberg dann an diesem Morgen den Startschuss und setzte eine mächtige Radsportkarawane in Richtung Bell in Bewegung. Schon am Ortsausgang hatte sich das Feld der Teilnehmer mächtig in die Länge gezogen, denn am "Beller Rest" ließ der erste Anstieg nicht lange auf sich warten. Den Härtetest stellte dann aber der mit 15 % überaus "giftige" Anstieg nach Langscheid dar, der höchste Ansprüche an die Kletterkünste der Radsportler stellte. Ein kräftiger Applaus von einigen Radfans bei der Ortsdurchfahrt gab hier neue Motivation, für die nächsten Kilometer, die es noch bis zum höchsten Punkt der Strecke an der Hohen Acht hinaufzuklettern galt. Kurz davor hatten die holländischen Organisatoren noch den nur in Insiderkreisen bekannten "Col de Chef" eingebaut, wobei es zunächst von der Bundesstrasse nach Jammelshofen hinab und dann auf der Rodelpiste wieder hinauf zum Sporthotel an der Hohen Acht zu fahren galt. Nach einer schnellen Abfahrt nach Adenau sorgten die weiteren Anstiege nach Reifferscheid und schließlich aus dem Ahrtal über Bröhlingen zur ersten großen Rast in Tondorf, dass die ersten 62 km für alle Teilnehmer zu einer harten Prüfung wurden.

Nach den eher kühlen und nassen Wetterverhältnissen der vergangenen Tage durfte man sich an diesem Tag über fast ideales Radwetter freuen, auch wenn der Wind den Radsportlern an diesem Tag noch oft ins Gesicht blies. In der Versorgung der Teilnehmer ließen die holländischen Veranstalter es an nichts fehlen und boten neben Müsli-Riegel, Plätzchen und Bananen beim zweiten Zwischenstopp in Luchem (128 km) für die Teilnehmer zusätzlich z.B. einen leckeren Reiskuchen an. Gut gestärkt nahm man die weitere Strecke in Angriff, die fast ausschließlich auf verkehrsarmen Straßen und Feldwegen entlang führte. Kurz vor Holland wurde in Waldfeucht (179 km) dann zum letzten Mal Station gemacht. Auch hier hatten sich die Organisatoren etwas einfallen lassen und reichten eine heiße Suppe.

Im Gegensatz zur letzten Teilnahme vor 2 Jahren blieben die Radsportfreunde Brohltal auch auf der letzten Etappe ohne Defekt  und erreichten schließlich nach über 10 Stunden Fahrzeit und 231 gefahrenen Kilometern das Ziel in Budel. Mit der Überreichung einer Erinnerungsplakette durch die Organisatoren ging für alle ein tolle Radtour zu Ende, die allen trotz der Strapazen viel Spaß gemacht hatte. Eine besondere Leistung erbrachte dabei Vereinsmitglied Gernot Kuck, der ganz ohne Gruppe nach ca. 12 Stunden Fahrzeit als Letzter das Ziel in Budel erreichte und dafür vom Veranstalter mit der "roten Laterne" geehrt wurde.

Auch am Zielort ließen die niederländischen Gastgeber es an nichts fehlen, ob das Duschen in einer nahe gelegenen Schule oder das Abendessen in einem netten Restaurant, alles war perfekt organisiert.So ließ man den vergangenen Tag in gemütlicher Runde noch einmal Revue passieren, ehe sich die deutschen Teilnehmer gegen 22.30 Uhr per Bus bzw. Reisebus wieder auf den Weg nach Hause machten.

Doch bereits am 12. August, wenn die Radsportfreunde Brohltal ihre 27. RHODIUS-Brohltal-RTF in Burgbrohl durchführen, wird es ein Wiedersehen mit einigen der niederländischen Freunde geben. Die Vorbereitungen zur Veranstaltung sind schon im vollen Gange. Mehr Informationen zu den Radsportfreunden Brohltal und ihren Aktivitäten gibt es auf der eigenen Homepage http://www.rsf-brohltal.de.

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