| Auf Traumpfaden im Sturm unterwegs
Burgbrohl.
Auch wenn die tollen Tagen gerade erst 14 Tage vorbei waren,
ließen es sich Radsportfreunde Brohltal am letzten
Februarsonntag trotz ungünstiger Wetterbedingungen nicht
nehmen, zu ihrer schon traditionellen Frühjahrswanderung
aufzubrechen. Zwar waren die Temperaturen gegen 10.00 Uhr an
der Hochsimmerhalle in Ettringen noch recht frisch, was die
knapp 20 Vereinsmitglieder mit ihren Familien aber nicht
hinderte, sich auf Schusters Rappen auf Tour zu begeben. Als
Ziel hatte sich Hermann-Josef Seiffert, der diese Touren seit
einigen Jahren hervorragend organisiert, den neu geschaffenen
Traumpfad rund um Ettringen ausgewählt, der sich in einer großen
Schleife von ca. 8 Kilometer um den Ort schlängelt.
Zunächst
ging es steil bergan auf den Ettringer Bellberg, wo man vom
Kraterrand eines ehemaligen Vulkans einen herrlichen Blick in
Richtung Mayen und die umliegenden Orte hatte. Weiter führte
der Weg über die Reste der Vulkanlava zu den Berghängen des
Kottenheimer Büden. Erneut bergauf ging es durch hohen
Mischwald bis man schließlich die rot, schwarze Schlackenwand
des Büden erreichte, wo sich vor allem für die jüngeren
Teilnehmer sehr interessante ins Gestein geschlagenen Höhlen
(7 Stuben) befanden. Nach einer kurzen Höhlenexkursion ging
es weiter auf dem Gipfel des Büden. Den dort angelegter
Rastplatz nutzte man gerne zu einer kurzen Rast, um so den
einmaligen Panoramablick auf die umliegende Landschaft und
Orte zu genießen.
Weiter ging es zum südöstlichen Kraterrand, wo sich den
Radsportfreunden ein Blick in die gewaltige Grube des
Basaltsteinbruchs eröffnete. In der Ferne konnte man die
Vulkane Hochsimmer, Bellberg, Sulzbusch und Hochstein
erkennen. Der Weg führte jetzt steil bergab über
naturbelassene Wege ins Kottenheimer Winfeld. Nach der Überquerung
der K 20 traf man nun auf eine idyllische Grubenlandschaft mit
vielen Zeugnissen aus den Zeiten des Basaltabbaus. Heute haben
die Steilwandkletterer dieses Areal für sich entdeckt und es
zu ihrem Trainingsgelände gemacht.
Durch einen Buchenwald führte die Tour dann zu einer
bizarren Felsengruppe, dem „Junker Schilling“. Mühlsteine
sind hier als Tische aufgestellt
und laden zu einer weiteren Rast ein. Danach führte
der Weg weiter durch den Wald und über den Hauptweg zum
Ausgangspunkt zurück. Mit dem Auto ging es dann weiter zur
Vulkanbräu nach Mendig, wo man sich bei einem guten
Mittagessen wieder stärken konnte. Ein Teil der Gruppe nutzte
danach noch die Gelegenheit zu einer Kellerbesichtigung.
Insgesamt war es wieder eine runde Sache, die nach einer
Wiederholung im nächsten Jahr schreit.
Doch nun richtet sich der Blick der Radsportfreunde
Brohltal wieder auf die RHODIUS-Brohltal-CTF, die man am
Sonntag, dem 28. März 2008 zum achten Mal gemeinsam mit der
Wehrer Feuerwehr veranstaltet. Die 3 Strecken (19 – 38
– 52 km) mit Start und Ziel an der Römerhalle in Wehr
haben inzwischen bei den Mountainbike-Freunden aus nah und
fern so viel Zuspruch gefunden, dass man bei gutem Wetter
durchaus mit über 500 Teilnehmern rechnen darf. Vor allem die
Förderung durch die Firma Rhodius, wo sich Geschäftsführer
Gerald Lichter ganz besonders für diese Veranstaltung
einsetzt, hat hier in den letzten Jahren vieles bewegt. Aber
auch die gesamte Organisation der Veranstaltung wie die gute
Versorgung auf der Strecke wurden von den Teilnehmern sehr
gelobt.
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