22.Dolomitenmarathon 2008

des Maratona dles Dolomites 2008

Burgbrohl. "Die Schönheit hat Fostüs (Wort für Spuren in der nur in Südtirol gesprochenen ladinischen Sprache) hinterlassen und Fostüs sind ein Teil der Schönheit. Es war ein schöner Marathon, unser aller Marathon." heißt es auf der Homepage des "22. Maratona dles Dolomites", einer Radveranstaltung der besonderen Art. Nicht nur der riesige Daumenabdruck auf dem offiziellen Trikot der Tour, das jedem Teilnehmer in diesem Jahr übereicht wurde, erinnert an ein tolles Erlebnis. Wer nämlich diese wunderschöne Berglandschaft der Dolomiten einmal mit dem Fahrrad hautnah erlebt hat, den lässt sie nicht mehr los und schnell wird er die Mühen beim Erklimmen der Pässe vergessen haben.

Am letzten Juniwochenende nahmen wieder einige Mitglieder und Freunde der Radsportfreunde Brohltal am 22. Dolomiten-Marathon in Italien teil. Mit dabei waren Elisabeth Lauer, Peter Sahl, Dieter Ott, Michael Reiss, Brigitte und Klaus Müller sowie Isabelle Franzen-Reuter, Florian Feltes, Alexander Vanck und Alexander Ittenbach. Für sie erfüllte sich der Traum bei der Verlosung einen der begehrten 8500 Startplätze erhalten zu haben und beim Marathon teilnehmen zu dürfen. Denn wegen der großen Nachfrage von ca. 16.000 Bewerbungen in diesem Jahr haben inzwischen nur noch "Stammgäste" mit 10 und mehr Teilnahmen ihren Startplatz sicher. Die übrigen Startplätze werden verlost, jeweils zur Hälfte an italienische Interessenten und an Radsportler aus anderen Ländern.

Die Strecke führte in diesem Jahr von La Villa aus zunächst nach Corvara, wo es die sogenannte "Sella-Runde", d.h. 4 Pässe mit dem Campolongo-Pass (1875 m), dem Pordoi-Pass (2239 m), dem Sella-Pass (2244 m) und dem Grötner Joch(2121 m) über 55 Km und 1780 Höhenmeter mit Ziel in Corvara, zu überwinden galt. Für alle diejenigen, die das Zeitlimit um 11.15 Uhr in Corvara schafften, gab es danach noch die Möglichkeit, in einer weiteren Schleife über den Campolongo-Pass sowie den Falzerego- (2117 m) und Valparole-Pass (2200m) die mittellange Runde über 106 km und 3090 Höhenmeter oder sogar zusammen mit dem sehr heftigen Giau-Pass (2236) die große Runde über 138 km und 4190 Höhenmeter zu bewältigen. Die Passstraßen sind aus Sicherheitsgründen während der Veranstaltung für den normalen Straßenverkehr gesperrt.

Bereits in der Nacht zum Donnerstag hatten sich die ersten 5 Brohltaler auf den Weg nach Italien gemacht, wo man gegen 13.00 Uhr in La Villa eintraf. Bei dem herrlichen Wetter startete man am Nachmittag dann gleich zur ersten Bergetappe auf den Campolongo-Pass, den "kleinsten" Pass der Rundtour. Brigitte und Isabelle, die als Neueinsteiger zum ersten Mal am Dolomitenmarathon teilnahmen, bestanden ihre Bergtaufe mit Bravour und waren hellauf begeistert von der Bergkulisse der Dolomitenregion.

Am Freitag ging es dann bei herrlichem Sonnenschein zum Valparole- bzw. Falzerego-Pass, den man entgegengesetzt zur offiziellen Tour über San Cassiano in Angriff nahm. Hierzu hatte man sich mit weiteren Radsportfreunden in La Villa verabredet. So wurde man diesmal von Dieter Ott sowie Michael Reiss und dessen Freundin Silke begleitet, die beide an diesem Tag ihre ersten Bergerfahrungen in den Dolomiten sammelten. Von der Passhöhe ging es in einer 12 Kilometer langen Abfahrt in Richtung Arabba, wo man sich vor dem Aufstieg zum Campolongo-Pass für den Rest der 50 Kilometerrunde noch einmal gut stärkte.

Während für den einen Teil der Mannschaft am Samstag dann das Grödner-Joch auf dem Programm stand, hatten sich die erst am Freitag angereisten Sportstudenten Florian Feltes, Alexander Vanck und Alexander Ittenbach die gesamte Sellarunde als Auftakttour vorgenommen. Auch wenn auf den Straßen noch der normale Straßenverkehr mit Bussen, Autos und Motorrädern rollte, waren die Radfahrer an diesem Tag klar in der Überzahl. Denn viele der Teilnehmer am "Maratona dles Dolomiti" waren bereits vor Ort und nutzten das schöne Wetter zum Training.

Am Sonntag war dann der große Tag des 22. Dolomitenmarathons gekommen. Wegen der frühen Startzeit (06.45 Uhr) hatte man im Hotel bereits für 05.30 Uhr Frühstück bestellt. Eine dreiviertel Stunde später rollte man dann in Richtung des Starts in La Villa, wo sich jeder in seine Startgruppe einreihen musste . Auch wenn der Startschuss pünktlich fiel, dauerte es danach noch weit über eine halbe Stunde, ehe sich auch der letzte Brohltaler im Pulk der 8500 Fahrer in Bewegung setzen und über die Startlinie rollen durfte.

Bedingt durch unterschiedliche Startzeiten sowie die Kletter- bzw. Abfahrqualitäten der einzelnen Fahrer verloren sich die einzelnen Fahrer der Radsportfreunde Brohltal dann doch etwas aus den Augen und fanden sich nur in kleinen Gruppen wieder zusammen. Daher war man heilfroh, als am frühen Nachmittag mit Peter Sahl, der als einziger im Team die lange Strecke gefahren war, auch der letzte Brohltaler wieder heil und ohne Schrammen in Corvara angekommen war. Einen ganz besonderen Gag hatten sich die drei Sportstundenten im Team ausgedacht, die kurz vor dem Ziel zwei große Deutschland-Fahnen entfalteten und damit gemeinsam ins Ziel fuhren. Nach einer ausgiebigen Ruhepause und einer kräftigen Stärkung ging es dann zurück ins Hotel.

Hier die einzelnen Ergbnisse:

55 km Frauen
Müller, Brigitte 4:05.39 Stunden
Franzen-Reuter, Isabelle 4:12.34 Stunden
Lauer, Elisabeth 4:26.29 Stunden
55 km Männer
Müller, Klaus 4:06.50 Stunden
106 km Männer  
Ott, Dieter 6:29.34 Stunden
Reiss, Michael 6:29.35 Stunden
Feltes, Florian 6:43.01 Stunden
Vanck, Alexander 6:43.01 Stunden
Ittenbach, Alexander 6:43.02 Stunden
138 km Männer
Sahl, Peter 7:07.17 Stunden

Im August laden die Radsportfreunde Brohltal wieder zu ihrer inzwischen 28. RHODIUS Brohltal-RTF nach Burgbrohl ein. Angeboten werden Strecken über 45, 75, 111 und 150 Kilometer durch den Vulkanpark Brohltal/Laacher See und die angrenzenden Täler der Osteifel. Unterwegs sind auf den ausgeschilderten Strecken Verpflegungspunkte eingerichtet. Gestartet werden kann zwischen 07.00 und 09.00 Uhr auf dem Schulhof der Grundschule Burgbrohl und man sollte dann bis 14.00 Uhr wieder am Ausgangspunkt zurück sein. Die Teilnahmegebühr beträgt 5.- Euro pro Person , Mitglieder des Radsportverbandes zahlen 3.- Euro, Jugendlich bis 18 Jahre sind frei. Die 3 teilnehmerstärksten Vereinsmannschaften erhalten wieder schöne Sachpreise .

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