9. Rhodius Brohltal-CTF 2011

523 Mountainbiker bei der 9. Rhodius-Brohltal-CTF

Wehr. „Es war wie immer klasse, super Organisation, prima Verpflegung, sehr schöne Strecke und gutes Wetter. Ich war jetzt zum 6. Mal bei euch und das wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Nachdem ich sonst immer die 38 km und 50 km gefahren bin, habe ich in den letzten Jahren die kurze Strecke gewählt, da mein Filius mit großer Begeisterung mit am Start war. In diesem Jahr war es für mich ein sehr ambitioniertes Vorhaben, ohne jegliches Training mit zufahren, es hat aber trotzdem großen Spaß gemacht.“

So fasste ein Teilnehmer aus Köln seine Eindrücke von der neunten RHODIUS-Brohltal-CTF im Internet zusammen und bringt damit die schöne Stimmung einer gelungenen Radsportveranstaltung auf den Punkt. Auch die beiden Veranstalter, Radsportfreunde Brohltal und freiwillige Feuerwehr Wehr, die bei herrlichem Radfahrwetter diesmal 523 Teilnehmern begrüßen konnten, waren mit diesem Ergebnis mehr als zufrieden. Denn mit diesem Ergebnis verpasste man den bisherigen Teilnahmerekord nur knapp.

Bereits weit vor der vorgesehenen Startzeit von 08.00 Uhr herrschte ein für Sonntagmorgen ungewohntes reges Leben um die Römerhalle am Ortsrand der Gemeinde Wehr. Viele der hoch motivierten Teilnehmer konnten es kaum erwarten, mit ihrem Rad auf eine der verschiedenen Strecken von19, 38 und 52 Kilometern durch den Vulkanpark Brohltal/Laacher See zu gehen. Zu dem „Stammpublikum“ zufriedener Teilnehmer aus den Vorjahren, das inzwischen einen großen Teil der Gäste ausmacht, gesellen sich immer mehr Mountainbiker aus der hiesigen Region. Mit professionell gestalteten Werbeprospekten sowie den schnellen Informationswegen des Internets sorgt man zusätzlich dafür, dass Radsportfans auch weitere Anreisen in Kauf nehmen.

So durfte man neben Besuchern aus der Köln-Düsseldorfer Ecke auch wieder Radsportler aus Aachen und Jülich begrüßen. Mit einer größeren Gruppe waren auch die „Brexbachgemsen“ aus dem Sayntal angereist. Die meisten der Teilnehmer verzichten dabei inzwischen auf eine Wertungskarte des BDR und so stellte die Gruppe der Wertungsfahrer mit 95 Teilnehmern gerade knapp 20 der Teilnehmer.  Ähnlich klein war diesmal auch die Zahl von 14 (13 in 2010)  Schülerinnen und Schüler. Erneut hatten es den Radsportlern an diesem Tag die längeren Distanzen besonders angetan, denn mit 225 Teilnehmern kam diese Gruppe etwa auf die gleiche Zahl wie die der mittleren Distanz. Jüngster Teilnehmer an diesem Tag war Felix Walkenbach (RSC Weibern) mit 11 Jahren, während Eduard Schäfer (RST Ochtendung) und Engelbert Hallfell (RSC Eifelland Mayen) es auf stolze 72 Lenze brachten.

Gut angenommen wurde auch das in diesem Jahr erstmals ins Programm genommene Bergzeitfahren am Gänsehals. Über eine Distanz von 2 Kilometern und eine Höhendifferenz von 120 Metern konnte man sich dieser Anforderung auf dem Streckenabschnitt von der Annakapelle bis zur Brücke über dem Autobahnzubringer stellen. Bester Teilnehmer war hier Dominik Faßbender (5:45 Min) vor Dieter Ackermann (5:57 Min) und Roland Oberhoffer (6:13 Min). Beste Frau war Petra Baldich (8:37), während Alexander Portz (9:04 Min) die Jugendwertung gewann.

Besonderen Wert hatte man auch in diesen Jahr wieder auf eine gute Streckenführung gelegt und dabei andere Streckenabschnitte aus Rücksicht auf Wanderer und Walker von der Nutzung möglichst ausgeklammert. Dazu hatten verschiedene Teams der Radsportfreunde Brohltal am Vortag bereits über 400 Hinweisschilder nach einem detaillierten Plan auf der Strecke verteilt. Zur Schonung der Natur und einer besseren Kennzeichnung sind diese inzwischen an eigens für diesen Zweck gefertigte Pfosten montiert. Alle gefährlichen Straßenübergänge wurden während der Veranstaltung mit Streckenposten besetzt, um die Teilnehmer an diesen Stellen zusätzlich abzusichern. Den Kurfürstenweg vom Tönissteiner Sprudel bis nach Bad Tönisstein musste man in diesem Jahr ausklammern, da er durch Baumfällarbeiten unpassierbar geworden war.

Versorgt wurden die Radsportler wieder an den drei Verpflegungspunkten am Erlenbrunnen in Mendig, der Schutzhütte im Laacher Wald und bei der Familie Wagner am Tönissteiner Weg in Wassenach, die mit ihrer Vielfalt inzwischen zu den Highlights bei der RHODIUS-Brohltal-CTF zählen und sich in ihrem Angebot fast schon gegenseitig Konkurrenz machen. Ob es die warme Suppe, die selbstgebackenen Nussecken oder das gegrillte Backobst mit Schinken sind, was den Radfahrern auf der Strecke angeboten wird, alles sorgt mit dafür, dass man hier in der Beurteilung der Veranstaltung immer wieder Bestnoten erhält. Abgerundet wurde die Versorgung dann durch die Verpflegung an der Römerhalle, wo man wieder mit Getränken, Wurst- und Käsebroten sowie Spießbraten, Steaks und Würsten und natürlich einem reichhaltigen Kuchenbuffet aufwarten konnte.

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