Radsportfreunde Brohltal

50 Kilometer durch den Vulkanpark Brohltal/Laacher See

Pressebericht: Brohltal-Echo Nr.14, 2005
Familie Bous im Laacher Wald. Foto: privat
Wehr. "Ja, war ne richtig klasse Veranstaltung! Super Wetter, prima Ausschilderung und alle Teilnehmer waren gut drauf! An das Orga-Team muss man dann ja mal ein fettes Lob geben. Die 52er Strecke hat super Spaß gemacht. Na denn bis nächstes Jahr!" faßte ein Teilnehmer seine Eindrücke von der 3. RHODIUS-CTF Brohltal am vergangenen Sonntag zusammen und stellte dies noch am gleichen Tag ins Internet ein. Damit reihte er sich nahtlos in die vielen positiven Kritiken von fast 370 begeisterten Country-Tourenfahrern, die an diesem Tag den Vulkanpark von der Römerhalle in Wehr aus unter die Räder genommen hatten. Die Radsportfreunde Brohltal und die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Wehr hatten wieder gute Arbeit geleistet und ein ähnlich gutes Ergebnis wie im Vorjahr erzielt. Unterstützt wurden die beiden Ausrichter dabei wieder von der Firma RHODIUS, die die CTF-Veranstaltung mit ihrer Gründung im Jahre 2003 gleich in ihre Förderung aufgenommen hatte.

Auch das Wetter zeigte sich diesmal von seiner besten Seite und hatte an diesem Tag wieder viele radsportbegeisterte Gäste ins Brohltal gelockt, um die verschiedenen Strecken von 19, 38 und 52 Kilometern durch den Vulkanpark Brohltal/Laacher See in Angriff zu nehmen. Vor allem die lange Strecke hatte es den Radsportlern an diesem Tag angetan, die von über der Hälfte der Teilnehmer gewählt wurde. Dabei hatten einige selbst Anreisen von 100 und mehr Kilometern in Kauf genommen, um z. B. aus Gießen oder Osnabrück bei der Brohltal-Country-Tour mit dabei sein zu können. Darunter waren auch 31 Frauen, die ebenfalls mit Begeisterung das Mountainbikefahren als Hobby betreiben. Auch Gerald Lichter, Geschäftsführer der Firma Rhodius und einer der Initiatoren der Tour, ließ es sich an diesem Tag ebenfalls nicht nehmen, mit auf die Strecke zu gehen. Und mit wie viel Freunde so mancher das Radfahren betreibt, zeigt eine kleine Geschichte am Rande. Denn ganz spontan tauchte am Samstag ein Ehepaar aus dem Raum Düsseldorf, angelockt durch die bereits am Vortag durchgeführte Ausschilderung, in der Römerhalle auf, um sich über die Veranstaltung zu informieren. Kurzerhand verschoben die beiden daraufhin ihre Rückreise, suchten sich eine Übernachtungsmöglichkeit im Brohltal und nahmen am nächsten Tag an der Tour teil. Ein Münchener nutzte seinen Besuch bei den Verwandten im Brohltal, um ebenfalls an der RHODIUS-Countryfahrt teilzunehmen.

Die Vorbereitungsarbeit durch Walter Gerharz, Vorsitzender der Radsportfreunde Brohltal, und Rolf Genn, Chef der freiwilligen Feuerwehr Wehr, und der übrigen Vorstandsmitglieder hatte sich also wieder einmal ausgezahlt. Die Ausweisung von zusätzlichen Parkflächen am Start sorgte ebenfalls für einen geordneteren Ablauf wie auch die Erhöhung der Anschreiber bei der Ausgabe der Startkarten. Bereits am Vortag hatten die Radsportfreunde über 400 Hinweisschilder, die größtenteils noch an eigens für diesen Zweck gefertigten Pfosten montiert waren, nach einem detaillierten Plan auf der Strecke verteilt. An allen Straßenübergängen waren Streckenposten eingeteilt, die die Teilnehmer an diesen Gefahrenpunkten zusätzlich absicherten. Die Versorgung der Radsportler wurde durch drei Verpflegungspunkte am Erlenbrunnen in Mendig, der Schutzhütte im Laacher Wald und am Tönissteiner Weg in Wassenach sichergestellt.

Doch trotz guter Vorbereitung musste Tourenwart Karl-Heinz Becker, der zusammen mit Jürgen Glees die Streckenkontrolle übernommen hatte, auch in diesem Jahr wieder vor und sogar während der Tour etliche Teile der Streckenbeschilderung ersetzen, die entweder in die falsche Richtung gedreht oder ganz entfernt worden waren. Zum Glück wurde dies aber recht früh bemerkt oder auch die Ortskenntnis einiger Teilnehmer kompensiert und gemeldet. Ärgerlich sind derartige Vorfälle natürlich trotzdem, die den ehrenamtlichen Helfern das Leben unnötig schwer machen.

Wenn auch der ein oder andere Gast mehr die sportlichen Höhepunkte der Strecke wie steile Anstiege oder flotte Abfahrten schätzte, kamen auch die landschaftlichen Reize des Vulkanparks in der Kritik der Gäste nicht weniger gut weg. Denn bei herrlichem Sonnenschein und ohne den üblichen Zeitdruck blieb ihnen genug Gelegenheit, die schönen Aussichten der Strecke ausgiebig zu genießen. Und dann waren da ja noch die Versorgungsstationen auf der Strecke, die sich in der Vielfalt und zusätzlichen Angeboten fast überboten. Ein Gast fasste dies für sich wie folgt zusammen: "Bei dem Angebot komme ich ja mit mehr Gewicht Zuhause an, als wie ich gestartet bin." Und so wundert es nicht, wenn man auch hier in der Beurteilung der Veranstaltung die Bestnoten erhielt. Mit dazu bei trug natürlich auch die Versorgung in der Römerhalle, wo man neben verschiedenen Getränken, Würstchen und Steaks wieder mit einem reichhaltigen Kuchenbuffet aufwarten konnte. Mehr Informationen zur RHODIUS-CTF Brohltal und den Radsportfreunden Brohltal findet man auf der vereinseigenen Homepage http://www.rsf-brohltal.de.