Bereits im Frühsommer hatte sich Karl-Heinz
Rüdesheim, Betreuer der Radsportjugend bei RSF
Brohltal, Gedanken gemacht, welches zusätzliche
Angebot er seinen Schützlingen in den Ferien
bieten könnte. Das Ergebnis seiner Bemühungen
war eine 3-tägige Rucksacktour, -
EIFEL-HUNSRÜCK-MOSEL- schön ausgesucht, gut
vorbereitet und vom Verein für die Jugendlichen
auch noch mit einem kleinen finanziellen Beitrag
unterstützt.Leider fand das
Angebot nicht die erwartete Resonanz, da doch
mehrere Jugendliche noch andere persönliche
Maßnahmen in den Ferien geplant hatten. So
startete der Organisator am 06.08. mit Natja
Hürter, Christoph Müller, Raphael Rüdesheim
und Norbert Geilen, der als Unterstützung von
K.H.Rüdesheim gewonnen werden konnte, in
Richtung Lieser.
Die
Strecke führte über Mayen, Kelberg, an den
Eifelmaaren vorbei und schließlich über
Wengerohr an die Mosel
zum Zielort. Nach rund 110 km kam die Gruppe am
frühen Nachmittag dort noch recht vergnügt an.
Nachdem man sich erfrischt hatte, wurde nach
Bernkastel-Kues gefahren. Nach einer
Stadtbesichtigung war es Zeit zum Abendessen,
bevor die Rückreise in die Winzerpension Geisen
angetreten wurde. Aber auch da waren die Kinder
noch nicht müde genug, so daß es noch ein
langer Kartenabend wurde.
Am nächsten Tag stand eine Radtour
in den Hunsrück an. Da hieß es zunächst mal
wieder die Moselberge rauf bis fast nach Morbach,
bevor es dann später wieder eine schöne Abfahrt
Richtung zur Mosel gab. An diesem Tag stand eine
Ortsbesichtigung in Traben-Trabach an und danach
führte die Strecke dann an der Mosel vorbei
Richtung Lieser. Da jedoch im letzten Ort vor dem
Ziel ein großes Marktfest mit Festumzug
stattfand, sah man sich diesen erst an und fuhr
dann schnell zur Pension, um am Abend noch einmal
ins Festzelt mit Markt und Kirmes
zurückzukehren. Hier konnte statt der Pedale, an
diesem Tag waren es immerhin wieder ca. 95 km
gewesen, dann mal das Gaspedal der Autoscooter
betätigt werden.
Am
Donnerstag hieß es dann schon wieder den
Rucksack aufschnalllen und sich Richtung Heimat
zu orientieren. Über eine stillgelegte Bahnstrecke
führte die Reiseroute zunächst bis nach
Wengerohr, ehe man über Bausendorf wieder runter
zur Mosel fuhr, wo die Akteure entgegen aller
Wetterprognosen von schönstem Sonnenschein
empfangen wurden. Bei herrlichem Wetter ging die
Fahrt entlang der Mosel über Cochem bis nach
Hatzenport. Dort pochte eins der Kinder noch auf
sein Recht, kurz ein Bad in der Mosel nehmen zu
dürfen, bevor der Anstieg durch das Schrumpftal
in Angriff genommen wurde. Auf dem Maifeld war es
wettermäßig dann umgekehrt und die Gruppe bekam
den ersten Regen während ihrer Tour mit. Daher
entschloss man sich, über die stillgelegte
Bahnstrecke des Maifeldes bis Hausen
zurückzufahren, um von dort aus auf dem
kürzesten Weg schnell nach Mendig zu kommen. Von
dort wurden die durchnäßten Kinder dann mit dem
Auto ins Brohltal gebracht, schließlich hatten
sie am letzen Tag auch wieder 120 km gestrampelt.
Lediglich der Betreuer ließ es sich nicht
nehmen, auch die letzten Kilometer auf dem Rad zu
absolvieren.
Als Fazit lässt sich festhalten, ausser ihrer
beachtlichen km - Leistung (in 3 Tagen über 300 km, für die
es sogar auch noch Punkte gab) freuen sich die
jugendlichen Sportler über solche Aktionen und
sind dankbar, wenn sich ihr Verein so um sie
kümmert. Die Erwachsenen konnten beobachten,
dass derartige gemeinsamen Unternehmungen das
soziale Gefüge, das Verständnis
füreinander und die Freundschaft
untereinander enorm fördern.
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