Radtouristikfahrt
Brohltal 2003
|
Eine sehr
schöne Strecke und super Verpflegung, die Tour
ist wirklich weiter zu empfehlen! war der
erste Kommentar zweier Teilnehmer aus dem
Niddatal, als sie ihre Wertungskarten zwar
geschafft, aber doch hochzufrieden von Norbert
Geilen wieder in Empfang nehmen durften. Und ein
Radsportler aus Neuwied philosophierte sogar:
Es bekommt jeder das Wetter, was er auch
verdient. Und ihr habt halt große
Verdienste! Aber auch die Radsportfreunde
Brohltal waren mit ihrer inzwischen 23.
Radtouristik-Veranstaltung am vergangenen Sonntag
vollauf zufrieden. Denn bei den an diesem Tage
selbst für fanatische Radsportfreunde extrem
hohen Außentemperaturen sowie der noch laufenden
Schulferien hatte man mit 478 Teilnehmern die
eigenen Erwartungen weit übertroffen. |
Schon gegen 6.00 Uhr trafen
die ersten Radsportler auf dem Schulhof der
Grundschule Burgbrohl ein, die angesichts der zu
erwartenden großen Hitze ungeduldig auf die
Startfreigabe drängten. Vor allem aus dem
Kölner Raum bis hin nach Düsseldorf hatten
viele Radtouristikfahrer den weiten Weg ins
Brohltal auf sich genommen, die sich schon im
Vorjahr für die landschaftlich reizvollen
Strecken begeistert hatten oder durch ihre
Vereinskollegen darauf aufmerksam gemacht worden
waren. Die weitesten Anreisen hatten die
Radsportfreunde aus St. Viet in Belgien sowie aus
Budel in den Niederlanden auf sich genommen. |
So zögerte man
auf Burgbrohler Seite nicht lange und verlegte
den für 7.00 Uhr geplanten Starttermin
kurzerhand etwas nach vorne. Doch mit wieviel
Enthusiasmus die Teilnehmer dann auf die
angebotenen Routen gingen, deutete sich nach der
ersten Streckenteilung bei Wehr sehr schnell an.
Denn nur sehr wenige Radsportler entschieden sich
für die mit 41 km recht kurze Laacher See
Rundfahrt , am Ende waren es sogar nur
ganze 16 Personen. Reger Betrieb herrschte
hingegen an der ersten Verpflegungskontrolle in
Hannebach, wo sich die Radsportler, die über die
längeren Strecken aus dem Brohltal bzw. aus dem
Vinxtbachtal dort eintrafen, regelrecht die Hand
gaben. |
Da hieß es für
das Team um Herbert Wagner schon Schwerstarbeit
zu verrichten, um alle Teilnehmer mit einer
kleinen Stärkung zu versorgen. Aber auch an den
weiteren Verpflegungsstopps in Herschbach, im
Nettetal und am Reginarisbrunnen wurde
hervorragende Arbeit geleistet, die besondrs
durch ihre Vielfalt bei den Gästen viele
bleibende Eindrücke hinterließ. Ob die vom
Bäcker speziell hergestellten Müsli-Riegel an
der einen oder die selbstgebackenen Nuss-Ecken an
der anderen Station, alles wurde angeboten und
gerne genommen. |
Zu welchen
Leistungen die Teilnehmer aber trotz des warmen
Wetters imstande waren, stellte sich so richtig
erst am Ende der Veranstaltung heraus. Denn zum
großen Erstaunen der Veranstalter hatten es sich
die meisten Radfahrer nicht nehmen lassen, die
Höhen der Eifel zu erklimmen. In Zahlen
ausgedrückt, hieß dies schlichtweg, dass
insgesamt 334 Teilnehmer, was immerhin etwa 70 %
entsprach, den Weg zur Hohen Acht und
damit die 112 km-Strecke eingeschlugen, wovon
schließlich 137 sogar noch die Maximaldistanz
von 151 km meisterten. Nochmals
gesteigert wurde diese Leistung, wenn man noch
die Kilometer der Sternfahrer, die mit dem
Fahrrad nach Burgbrohl angereist waren,
hinzurechnet. Dass der Radsport aber schon lange
nicht mehr nur eine reine Männersache ist,
belegen die insgesamt 58 Frauen neben den 415
Männern unter den Teilnehmern, während die Zahl
der Schüler wegen des Schwimmbadwetters mit 5
diesmal sehr niedrig blieb. |
Was aber zur Zeit
am Laacher See bei absolutem Badewetter los ist,
erfuhren die Radsportler dann spätestens bei der
Laacher See Runde. Ein dichter
Ausflugsverkehr und die zum Teil äußerst wild
geparkten Fahrzeuge der Badegäste am
Straßenrand ließen die Tour kurzzeitig zu einer
Art Spießrutenlauf werden. Da war schon viel
Verständnis und eine gute Beherrschung des Rades
von Nöten, um den Abschnitt am Laacher
Campingplatz unfallfrei zu passieren. Doch die
sich daran anschließende schöne Abfahrt durch
das Gleestal ließ so manche Kritik wieder
vergessen, die sich an dieser Stelle aufgebaut
hatte.
|
Auf dem Schulhof
der Grundschule Burgbrohl wartete dann ebenfalls
ein reichhaltiges Angebot an Speisen und
Getränken auf die Teilnehmer. Vor allem das
reichhaltige Kuchenbuffet sowie der
Getränkestand hatten es den Gästen in diesem
Jahr angetan. Auch die freiwillige Feuerwehr Wehr
ließ es sich an diesem Tage nicht nehmen, den
Radsportfreunden Brohltal einen Besuch
abzustatten und auf die weitere gute
Zusammenarbeit anzustoßen. |
Gemeinsam mit Dieter Schürmann, dem
Sportbeauftragter der Gemeinde Burgbrohl und
Klemens Meurer, dem Vertreter der Kreissparkasse
Ahrweiler, nahm Walter Gerharz dann die
Siegerehrung vor und übergab Sachpreise an die
siegreichen Mannschaften. Mit 34 Teilnehmern
stellten die Aktiven von den Sturmvögeln Bad
Neuenahr-Ahrweiler in diesem Jahr die
teilnehmerstärkste Mannschaft. Gefolgt wurden
sie von der DJK Buchholz mit 30 Teilnehmern, Rang
3 belegte die Mannschaft von Albatros Andernach
mit 24 Teilnehmern. Walter
Gerharz dankte bei dieser Gelegenheit auch allen
Helferinnen und Helfern, der Gemeinde Burgbrohl,
den Sponsoren sowie Dr. Helmut Steinbach und den
Aktiven des DRK Wehr, die den Erste-Hilfe-Dienst
übernommen hatten.
|
Die
23. Brohltal-Radtouristik-Tour in Zahlen:
478 Teilnehmer (41 Km - 16 Personen (3 %), 71 Km
- 128 (27 %), 112 Km - 197 (41 %), 151 Km - 137
(29%)). Darunter waren 415 Männer, 58 Frauen und
5 Schüler. |

|
|